Chindongo saulosi

  • Steckbrief von Chindongo saulosi

    Name: Chindongo saulosi, Der Artname wurde zu Ehren von Saulos Mwale, einem Fischfänger von Stuart Grant gewählt.


    Synonyme: Pseudotropheus saulosi


    Erstbeschreibung: (Konings, 1990)


    Vorkommen: Die Art kommt endemisch im Malawisee vor. Chindongo saulosi bewohnt dort ein relativ kleines Gebiet beim Taiwan Reef oder auch Taiwanee Reef in Mosambik, welches etwa 9 km nordöstlich der Insel Chizumulu liegt.


    Deutscher Name (Bezeichnung):


    Habitat: Die Tiere leben über dem Felsen-Untergrund in etwa 7-15 Metern Tiefe.


    Größe, Geschlecht: Männchen 8-10 cm, Weibchen nur geringfügig kleiner. Die Geschlechter lassen sich sehr gut auf Grund des Sexualdichromatismus unterscheiden. Männchen beginnen sich ab einer Größe von etwa 4 cm von gelb auf blau umfärben. Vor der Umfärbung sind sie wie die Weibchen gelb. Die Weibchen bleiben gelb.


    Pflege: Das Aquarium sollte mit Felsaufbauten, die viele Spalten und Höhlen beinhalten eingerichtet werden. Bodengrund aus feinem Kies oder Sand. Pflanzen können als zusätzliche Reviermakierung und Schutz für die Weibchen eingesetzt werden, müssen es aber nicht, da sie im natürlichen Habitat auch nicht vorkommen. Chindongo saulosi sollte am besten in einem Harem mit einem Männchen und mehreren Weibchen gehalten werden.


    Aquariengröße (Mindestmaß): 120 cm Länge und 50 cm Breite sowie 50 cm Höhe, ab etwa 300 Liter Bruttovolumen.


    Wasserwerte: Temperatur: 23-26°C, ph-Wert: 7.8 - 8.5, dGH: 4-15°


    Futter: In der Natur weiden sie als Aufwuchsfresser den Algenrasen von den Steinen ab. Hierbei werden auch verschiedene Mikroorganismen und tierische Kleinstlebewesen mit aufgenommen. Im Aquarium sollte man Ihnen deshalb neben veralgten Steinen, Kunstfuttersorten mit einem hohen pflanzlichen Anteil anbieten.


    Zucht: Maternaler Maulbrüter. Nach dem ablaichen bleiben die Jungen bei einer Temperatur von ca. 25 °C etwa 3 Wochen im Maul der Mutter, bevor sie das erste mal freigelassen werden. Es sind dann etwa 25-30 Jungfische, die beim entlassen aus dem Maul etwa 10 mm lang sind. Die Aufzucht geschieht wie bei anderen Mbunas auch zb. mit fein geriebenem Pflanzenflockenfutter, Artemia Nauplien etc..


    Vergesellschaftung: Vergesellschaftung mit anderen artfremden kleinen Mbuna. Das lenkt die Männchen zeitweise von ihren eigenen Weibchen ab und senkt die innerartliche Aggressivität. Chindongo saulosi eigent sich sehr gut für ein Mbuna Gesellschaftsaquarium, kann aber auch in einem Artaquarium gehalten werden.


    Besonderheiten: Hier ist auf jeden Fall der bei dieser Art vorkommende Sexualdichromatismus zu nennen, bei dem die Männchen sich von gelb auf blau umfärben. Die Art soll in Ihrem natürlichen Habitat vom Aussterben bedroht sein, weshalb eine Erhaltungszucht dieser Art wichtig ist. Es wurden auch schon über die Zuchtstation von STUART M. M. GRANT, mehrmalig Jungfische wieder ausgewildert.


    Verfasser: -Joerg-


    Bildautor: CichlidenSchmidt

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Kommentare 1

  • Immer noch einer der schönsten kleinen Mbuna und relativ einfach zu halten, wenn man seine Ansprüche, die ja gut beschrieben sind berücksichtigt.