Kihnichthys ufermanni

  • Hallo zusammen,


    nun mein Bestreben ist hier doch den einen oder anderen Cichliden und vor allem die aus Mittelamerika kommenden vorzustellen.

    Ja die Kihnichthys ufermannis gibt es noch nicht so lange in der Tabelle der mittelamerikanischen Cichliden. Auch wieder ein Buntbarsch, welcher wenig bis gar nicht gehalten wird und dies obwohl er doch von dem französischen Ichthyologen Allgayer erst im Jahr 2002 beschrieben wurde und dies unter der Gattung Vieja.


    Dazu erst einmal ein Video



  • Hallo Roland,


    Zweifellos ein interessanter Cichliden.

    Aber ich kann gut verstehen, dass er kaum gehalten wird. Das Weibchen hat noch irgendwo seinen Charme mit dem türkisen Gesicht. Aber das Männchen sieht leider außerhalb der Brut meist wie ein Klotz Waschbeton aus.

  • Hallo Malte,

    Männchen sieht leider außerhalb der Brut meist wie ein Klotz Waschbeton aus.

    ist dennoch ein interessanter Klotz.

    Super Linkbild



    Etymologie und Geschichte

    nun der franzöische Ichthyologe R. Allgayer hat den Ufermanni schon von der Größe, das Männchen geht gegen 30 cm Totallänge, während die Weibchen doch einige cm kleiner bleiben, so gegen 20cm und seiner Statur den Viejas ähnlich, eigentlich richtig im Jahr 2002 beschrieben. Zuvor hatte ihn aber auch damals noch im Jahr 1998 Stawikowski et all. als Vieja sp. Rio Corzo, benannt. Der erste, welcher uns jedoch und das schon 1989 darüber berichtete, war Uwe Werner und ihn hier schon als Vieja "spio corzo" benannte Und so benannte R. Allgayer ihn als Vieja ufermanni und hierbei kam es zur Ehrung des deutschen Aquarianers Alfred Ufermann, eigentlich jedem bekannt aus der DCG, so erschien im Jahr zum Beispiel von Alfred Ufermann, Robert Allgayer und Martin Geerts der ,,Alphabetische Katalog der Buntbarsche". Des weiteren ging es dann weiter in die Gattung " Cichlasoma " und im Jahr 2010 versetzte Ihn dann McMahan zu der Gattung Theraps. Dies war soweit auch nicht falsch, da die Theraps - Gattung inzwischen die Schwester-Gattung der ebenfalls durch McMahan & Matamoros im Jahr 2015 die neu geschaffene Gattung Kihnichthys gründete. Und auch die von McMahan neu gegründete Gattung bietet auch wieder etwas einzigartiges, er wiederum ehrte den in Guatemalas lebenden Ichthyologen Herman A. Kihn - Pineda, welcher sich sein Leben lang der Fischfauna Guatemalas gewidmet hat.

    Und somit wurden bei diesem Cichliden zwei Persönlichkeiten mit einem einzigen Buntbarsch geehrt.

  • Hallo zusammen,


    nun so ganz unrecht hat ja unser Malte nicht, wenn er von Waschbeton spricht. Die Grundfarbe ist schon grau mit etwas blau im Kopfbereich und etwas gelb, orange und schwarz auf den Flanken durchsetzt mit leuchtenden, kleineren Flecken in den Farben blau und grün. Nun die Beschreibung nehme ich natürlich nicht ins Lexikon auf..... sind schon sehr persönliche Eindrücke und von daher meine doch durch die Sehstärke beschränkte Farbwiedergabe. Jetzt weiß ich ja nicht ob die Einheimische Bevölkerung daher als Tepezquintle benennt, was übersetzt

    Schwein bedeutet. Ich denke aber nicht.


    Sein Habitat

    Bei uns hier in Deutschland heißt er umgangssprachlich Usumacinta - Buntbarsch, Buntbarsch auf einen Geehrten geht hier bekanntlich nicht. Aber hier ist angesprochen, wo sich der Kihnichthys ufermanni in seinem natürlichen Habitat aufhält. Und zwar im Usumacinta - Becken, welches in der guatemaltekischen Provinz Petén und im Südosten Mexicos vorkommt. Die Flüsse sind mannigfaltig, so gibt es ihn im vor Jahren sehr geschundenen Rio de la Pasión-Flusssystem, im Rio Corzo, Rio Pucté, im Rio Subin aber auch in Mexiko und hier im Rio Lacantan. Somit kommt dieser Cichlide sowohl in Guatemala als auch in Mexiko vor und die Gewässer liegen somit alle auf der karibischen Seite Mittelamerikas. Trotz ihres Körperbaues, sie sind schon sehr Vieja - ähnlich, lieben sie relativ schnellfließende Gewässer, aber auch ruhigere Stellen um in Ruhe in Nahrung zu finden.....und kommen dadurch auch dem Astatheros nourissati nahe.

    Wenn wir von den Wasserwerten des Rio Corzo ausgehen, in welchem der PH-Wert bei 7,6 ist, der dGH - Wert bei 15 ° liegt und Durchschnittstemperatur von 26 Grad Celsius gegeben sind, so dürfte sich dieser dann wie folgt darstellen pH 7 - 8, Härte mittelhart 12 - 18 ° und Temperatur bei 23° - 29° Celsius.

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  • Hallo Roland,


    Schön zusammen gefasst.


    Ich will ihn ja gar nicht schlecht reden. Vieles ist einfach persönlicher Geschmack. Und vieles kommt auch auf die Beleuchtung etc. an.

    Nur habe ich den Eindruck, dass er auf Fotos mit Blitz oft deutlich farbiger aussieht, als wenn man selbst vor dem Becken steht.

    Ich denke diese Art profitiert optisch sehr stark von natürlichem Sonnenlicht, da die meiste Farbe von den irisierenden Schuppen kommt.

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