Zum Einstieg großes oder kleines Aquarium?

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  • Die Frage stellt sich schon mal, wenn es darum geht sich das erste Aquarium anzuschaffen. Hier ist aus finanzieller Sicht erst einmal das kleine meist 40-60cm lange Aquarium das, was von der Industrie komplett und günstig angeboten wird. Somit kann der Einstieg in die Aquaristik auch relativ einfach und kostengünstig erfolgen.


    Es ist grundsätzlich nichts gegen kleine Aquarien für den Anfang zu sagen und die Technik ist heute bei allen Markenanbietern sehr gut und ausgereift.

    Zu weiterem Pro und Contra komme ich später.


    Von vielen Aquarianern wird die Meinung vertreten das große Aquarien besser seien, das sie stabiler von den Wasserparametern sind und "Pflegefehler" des Einsteigers einfacher kompensieren als kleine Aquarien. Das ist vom Grundsatz her sicher richtig, da eine größere Menge Wasser auch biologisch ganz anders reagiert.


    Ein eingefahrenes großes Aquarium zu übernehmen kann also für die gepflegten Tiere besser sein, aber da gibt es einen ganz wesentlichen Punkt der zu beachten ist, da ansonsten beide Größen (gross oder klein) nicht funktionieren.

    Der Aquarianer ob Einsteiger oder schon erfahrener muss sich zwingend im Vorfeld informieren.


    Das fängt an mit:

    • Welche Arten möchte ich pflegen?
    • Welche Bedingungen brauchen diese Fische?
    • Herkunft und somit Information über die Parameter des natürlichen Lebensraums
    • Größe der Art(en)
    • Vergesellschaftung (auch mögliche die gefallen könnten, da entscheidend für die Aquariengröße)
    • Nachzuchten oder Wildfänge? (was ist generell vorhanden)
    • Nahrungsansprüche
    • Temperaturansprüche
    • Welche Bedingungen werden an die Einrichtung (Versteckplätze, Schwimmraum, Pflanzen etc.) gestellt.
    • Welche Wasserwerte habe ich bei mir Zuhause, wie muss und kann ich diese verändern.


    Der Vorteil, den Einstieg in die Aquaristik so zu planen liegt darin, das ein auf die zu pflegenden Arten zugeschnittenes Aquarium nebst Einrichtung angeschafft werden kann. Diese Art der Planung stellt so fern man beim Besatz bleibt das Optimum da und mit den richtigen Informationen aus Büchern, Fachforen bzw. den Infos aus dem Vorfeld, werden hier optimale Pflegebedingungen geschaffen.


    Anders herum geht das sicher auch, man hat also ein Aquarium in der Größe X und sucht den passenden Besatz. Hierbei kann es allerdings vorkommen, das man gewisse Kompromisse eingehen muss, da die gewünschten Fische nicht geeignet sind und man (Einsicht und keine "Beratungsresistenz" vorausgesetzt) dann auf die passende Art ausweicht.


    Bei allem ist die Qualität der Informationsquelle ein entscheidender Faktor, aber für den Anfänger kaum zu unterscheiden was richtig und was falsch ist. Ein Gutes Fachbuch und ein kompetenter Zoofachhändler der umfassend berät sind hier sicher ein guter Ausgangspunkt.


    Fazit:

    Die Frage der Größe eines Aquariums am Anfang ist eher nebensächlich, wichtig ist das man sich klar ist was man pflegen möchte, die Ansprüche und Möglichkeiten genau eruiert und dann das passende Aquarium dafür anschafft.

    Etwas anderes ist natürlich wenn man ein Aquarium von jemandem anders übernimmt. Hat dieser sich vorher nicht informiert, pflegt Arten die nicht zusammenpassen bzw. nicht ins Aquarium von der Größe her passen zusammen, hat man erst einmal ein Problem bzw. eigentlich die Lebewesen denen das angetan wurde.


    Hier hilft nur konsequent sich (so fern vorhanden) für die passenden Arten zu entscheiden und sich ebenso konsequent von den restlichen Fischen zu trennen. Mit konsequent ist hier aber gemeint diese an einen Zoofachhändler abzugeben oder andere Aquarianer die diese Arten dann artgerecht pflegen können.


    Sollten hierzu noch Fragen auftauchen, immer her damit. Ich wollte nur aufzeigen, das es nicht immer die Größe ist, die entscheidet, sondern auch viele unterschiedliche Dinge zusammenfließen. Im Vordergrund steht immer das Tier, das sollte jedem bewusst sein.


    Das erst einmal dazu, dieser kleine Beitrag wird immer mal wieder ergänzt

  • Hi

    Da bin ich ganz Deiner Meinung, das ist so ähnlich wie die Literangabe bei den Pflegevoraussetzungen, denn die spiegeln auch nicht immer wieder was die eine oder andere Art tatsächlich zur Pflege benötigt.

  • Moinsen Jörg,

    hatte mir damals auch überlegt mit einem 60 l Becken zu beginnen, habe mich dann aber auf 200 l umentschieden, grade wegen der von dir angegebenen Gründe.

    Kostete natürlich mehr: Mehr Kies, mehr Pflanzen etc. hatte sich aber gelohnt.

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